Zähneknirschen mit Botox therapieren

Die Behandlung mit Botox kann das Zähneknirschen bessern.

Das Zähneknirschen oder das Zähnepressen (Bruxismus) kann durch eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) verursacht sein. Die Craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Störung des Kiefers mit Beteiligung von Kiefergelenk und Muskulatur.

Wodurch entsteht Zähneknirschen?

Neben einem “falschen Biss”, bei dem die oberen und unteren Zahnreihen nicht exakt aufeinander passen, wird auch ein nächtlicher Stressabbau durch das Zähnepressen oder Zähneknirschen diskutiert.

Auf den Kauflächen der Zähne sind kleine Höcker und Mulden vorhanden. Normalerweise ragen die Höcker beim Zusammenschließen der Kiefer genau in die Mulden der gegenüberliegenden Zähne. Bei leichten Fehlstellungen der Zähne, z. B. durch Veränderungen der Kieferknochen, können Höcker auf Höcker stehen. In der Zahnmedizin spricht man von einer verminderten Okklusion, also einem unzureichendem Zusammenschluss. Der Körper versucht ständig, eine Position mit vollständiger Okklusion zu finden. Vor allem in der Nacht kommt es so zum Mahlen und Pressen der Zahnreihen aufeinander.

Mit den ständigen Muskelbewegungen kann es zu eine Überaktivität der Kaumuskulatur kommen. Besonders der Kaummuskel vor dem Ohr (Musculus masseter) ist betroffen. Dieser ist im Verhältnis zu seiner Größe einer der stärksten Muskeln im menschlichen Körper.

Behandlung

Der Zahnarzt passt zur Bisskorrektur und zum Schutz der Zähne eine Zahnschiene an.

Eine Überaktivität kann mit gezielten Injektionen mit Botox ® reguliert werden, wodurch der Muskel entspannt wird. Die genaue Dosierung behandelt nur die Überaktivität. Das Kauen ist weiterhin möglich.

Wie lange hält die Wirkung?

Die Wirkung der Botoxbehandlung hält ca. 6 – 9 Monate an und kann wiederholt werden.

Was kostet die Behandlung?

Die Kosten der Behandlung ergeben sich aus der Stärke des Muskels und der damit nötigen Menge an Botulinumtoxin. Bitte vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin, bei dem Sie genauere Informationen erhalten. Die Therapie wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen oder privaten Krankenversicherungen erstattet.

Hinweis

Aus diesen Angaben ist kein Heilversprechen abzuleiten. Es ist immer der individuelle Fall zu berücksichtigen. Nach einer ausführlichen Untersuchung berate ich Sie auch über alternative Therapien.